Beamte haben besondere Nachteile und auch Vorteile bei der gesetzlich geförderten Basisrente!
Wussten Sie welche? Wir decken auf!

Riester Rente Nachteile und Vorteile für Beamte

Auch Beamte müssen rechtzeitig vorsorgen, um das langfristig sinkende Rentenniveau zu kompensieren. Da es für Beamte keine Möglichkeit gibt an der betrieblichen Vorsorge teilzunehmen, hat der Gesetzgeber auch die Beamten in den Kreis der förderberechtigten Personen gestellt. Allerdings ist diese Förderung für Beamte nur als Teil einer privaten Altersvorsorge vorgesehen und möglich.



Leistungen der Riester Rente für Beamte

Die staatlichen Leistungen der Riester Rente bestehen aus der „Grundzulage“ von je 154 Euro pro Person (auch für den nicht-verbeamteten Ehepartner mit Riester-Vertrag), der „Kinderzulage“ von je 300 Euro pro Kind (geboren ab 2008) und dem „Sonderausgabenabzug“ in der Steuererklärung. Der eingezahlte Betrag kann mit der Steuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden.

Voraussetzungen für die Riester Rente für Beamte

Die Riester Förderung wird möglich, wenn mindestens 4 % des letztjährigen Bruttoeinkommens eingezahlt wird. Der förderfähige Höchstbetrag liegt jedoch bei einem Eigenbeitrag von 2.100 Euro pro Jahr.
Der Gesetzgeber erwartet nicht nur eine private zusätzliche Altersvorsorge seiner Beamten, er fördert diese auch. Allerdings muss der Versicherer eine staatliche Zertifikation vorweisen können. Auch wird vom Versicherten erwartet, dass sie keiner Versicherungspflicht unterliegen. Wenn nötig muss von dem Beamten eine Freistellung einer bestehenden Versicherungspflicht beantragt werden.

Durch die Riester Rente für Beamte geförderte Versicherungen

Zu den durch die Riester Rente geförderten kapitalgedeckten Zusatzrenten gehören die allgemeine Rentenversicherung, eine fondsgebundene Rentenversicherung, ein Banksparplan und das sogenannte „Wohn-Riester“, bei dem im Gegensatz zu einer Zusatzrente eine Altersabsicherung durch Wohneigentum im Vordergrund steht.
Wichtig für die Förderung dieser Alternativen zur Altersvorsorge ist, dass das angesparte Vermögen bei Rentenbeginn in eine Altersrente umgewandelt wird.

Nachteile für Beamte durch die Riester Rente

Ein Nachteil dieser Förderung ist jedoch, dass der Beamte das Pensionsalter erreicht haben muss, bevor solch ein geförderter Rentenbezug möglich wird. Bei einem Abschluss der Riester Rente für Beamte im Jahr 2012 kann frühestens mit 62 Jahren auf das angesparte Vermögen zugegriffen werden. Das gilt jedoch nicht für „Wohn-Riester“.
Weiterhin ist der Beamte in großem Maße von seinem Dienstherren abhängig, bevor diese Förderung beantragt werden kann. Nur dessen „Einwilligung zur Übermittlung der Zulagenberechtigung“, die Herausgabe der Unterlagen zur Vorjahresbesoldung und des eventuellen Bezuges von Kindergeld, ermöglicht eine erfolgreiche Antragstellung. Dieser Vorgang ist sehr bürokratisch und umständlich. Schätzung ergaben, dass dadurch bis zu 30 % der Zulagen nicht beantragt und damit durch den Sparer verschenkt werden.
Ebenfalls nicht ganz einfach für den Beamten mit Riester Rente ist ein Wechsel zu einem anderen Dienstherren. In diesem Jahr wird sowohl die „Einwilligung zur Übermittlung der Zulagenberechtigung“ durch den neuen Dienstherren fällig, aber auch die „Einwilligung zur Übermittlung der Vorjahresbesoldung“ durch den alten Dienstherren.
Allgemein ist die Riester Rente durch die vielen gesetzlichen Auflagen aufwendiger und damit teurer als andere Absicherungsprodukte. Daher lohnt sich für Beamte ein Vergleich mit anderen Alternativen zu Altersvorsorge.


Riester Rente Bilder

Riester Rente Geld - Auszahlung

Riester Rente Geld - Auszahlung | Q: Rike / pixelio.de


Riester Rente ab 65 Jahren

Riester Rente ab 65 Jahren | Q: S. Hofschlaeger / pixelio.de



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Riester ist …

  • Staatlich gefördert
  • ein Steuersparmodell
  • eine Altersvorsorgezulage
  • 3. Säule der Altersvorsorge

Hintergründe …

  • Entstand 2001
  • Idee: Walter Riester
  • Verb: „riestern“